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„Wir machen das so lange, wie es geht!“

Drei Personen lächelnd halten Tassen und eine Schale

(v.l.n.r.) Die Vorstände Monika Malkowski, Dr. Johannes Bastian und Ursula Günster

Der Geschirrbasar „Tasse sucht Teller“ im Seniorenzentrum St. Franziskus war wieder ein großer Erfolg - die Einnahmen sogar doppelt so hoch wie beim letzten Mal. Organisiert wird die Aktion von der 1985 gegründeten Stiftung St. Franziskus. Wir haben zwischen Tassen, Schmuck und Kartons mit den beiden Vorständen Monika Malkowski und Dr. Johannes Bastian gesprochen.

Frau Malkowski, Herr Dr. Bastian – was hat es mit dem traditionellen Geschirrbasar im Seniorenzentrum St. Franziskus auf sich?
Malkowski: Der Basar ist eine unserer zentralen Aktionen. Der Reinerlös fließt vollständig in Projekte für die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums. Die Möglichkeiten, zusätzlich Geld zu generieren, sind begrenzt – deshalb ist das für uns eine wichtige Einnahmequelle.

Was macht den Basar für Sie besonders?
Malkowski: Es ist nicht nur der Verkauf. Viele Bewohnerinnen und Bewohner erleben den Aufbau mit, sehen die Dinge und erinnern sich an früher. Das hat einen ganz eigenen Wert.
Dr.Bastian: Und es bringt Menschen zusammen – aus dem Haus und aus dem Stadtteil.
 

Sie engagieren sich beide ehrenamtlich im Vorstand der Stiftung. Was motiviert Sie persönlich?
Malkowski: Mir ist es im Leben immer gut gegangen – ich möchte etwas zurückgeben. Und ich kann mir kaum vorstellen, einfach nichts zu tun.
Dr. Bastian: Bei mir ist das gewachsen. Meine Mutter war schon ehrenamtlich engagiert, und durch meinen Beruf als Arzt war ich immer nah an den Menschen. Außerdem fühle ich mich diesem Haus sehr verbunden, weil viele meiner ehemaligen Patient:innen hier wohnen und ich oft auf Arztbesuch hier war.

Sie bereiten so ein Basar lange vorher schon vor. Wie viel Arbeit steckt wirklich dahinter?
Malkowski: Sehr viel (lacht). Organisation, Vorbereitung – es ist wirklich Arbeit. Ohne die Unterstützung meiner Mitstreiter:innen und Vorstandskolleg:innen wäre das nicht machbar. Und wir richten unseren Basar liebevoll her - jedes Teil hat sein Fleckle.
Dr. Bastian: Frau Malkowski ist da wirklich unermüdlich im Einsatz. Meine Kollegin müsste hier schlafen, so viel wie sie Tag und Nacht hier vor dem Verkaufstag arbeitet.
Malkowski: Wir ergänzen uns sehr gut, jede:r bringt sich ein… und wir wohnen auch alle hier im Stadtteil.

Was passiert mit den Dingen, die nicht verkauft werden?
Malkowski: Die geben wir an soziale Einrichtungen weiter, zum Beispiel an Sozialkaufhäuser. Auch dort ist die Freude groß.

Welche Rolle spielt die Stiftung St. Franziskus dabei?
Dr. Bastian: Die Stiftung trägt das Ganze. Wir sind Ehrenamtliche und unterstützen die Altenhilfe im Seniorenzentrum auf diesem Weg. Aktuell wird die Stiftung von drei ehrenamtlichen Vorständen geführt.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Malkowski: Dass wir das noch lange machen können – und dass vielleicht auch jüngere Menschen dazukommen.
Dr. Bastian: Genau. Engagement lebt davon, dass es weitergetragen wird.